Bosse
Er ist, wie er ist. Er braucht keine Schlagzeile, um aufzufallen. Er braucht keinen Chart-Hit um Musik zu machen. Und er braucht ganz bestimmt kein Angeber zu sein, um sich Respekt zu verschaffen. Das erledigen seine Songs und die Tatsache, dass er nie aufgegeben hat. Gründe hätte er ein paar gehabt, aber er zweifelt nicht: „Wenn man ehrlich ist und ein wenig Glück hat, dann geht es immer weiter.“
Diese Erfahrung machte Axel Bosse bereits in jungen Jahren. Als es in der Schule nicht mehr so wirklich läuft und vielmehr die Musik sein Leben beeinflusst, beschließt der damals 17-jährige die Schule abzubrechen und daheim auszuziehen. Lange Nächte in der Stadt mit den Jungs von de „Jazzkantine“ und „Such a Surge“ zieht er dem Lernen vor. Für den jungen Axel Bosse steht schon zu diesem Zeitpunkt fest: er will von und für die Musik leben! 
Mit seiner ersten ernst gemeinten Band „Hyperchild“ lässt auch der Erfolg nicht lange auf sich warten. Die Jungs haben schon bald den ersten Plattenvertrag in der eigenen Tasche. Ein Coversong steigt als Single in den deutschen Charts ein. Doch so richtig zufrieden sind die einzelnen Bandmitglieder nicht mit ihrer Situation. Bereits nach zwei Jahren lösen sich „Hyperchild“ aufgrund kreativer Differenzen wieder auf. Aus diesem Rückschlag lernt Axel einiges dazu. Für einige Zeit lebt er nun in Spanien. Dort verbringt er viel Zeit mit Nachdenken und schreibt dabei auch einige Songs.
2003 trifft Axel schließlich die Entscheidung eine Solokarriere zu starten! So etwas wie einen Künstlernamen braucht der junge Mann nicht und bleibt ganz einfach wer er ist – „Bosse“. Nun darf er sein Ding alleine durchziehen: komponieren, arrangieren, texten. Bei Live-Auftritten wird er noch bis heute von Björn Krüger (Schlagzeug), Thorsten Sala (Gitarre) und Theofilos Fotiadis (Bass) begleitet.
2005 erscheint das Debüt-Album „Kamikazeherz“, gefolgt von „Guten Morgen Spinner“ im Jahr darauf. Für 2009 hat „Bosse“ die Veröffentlichung seiner dritten Platte „Taxi“ geplant, steht allerdings nach Auflösung des Vertrages mit EMI ohne Label da. Der Mann weiß sich jedoch zu helfen und nimmt die Sache selbst in die Hand. In Zusammenarbeit mit seinem Management und dem Vertrieb von Rough Trade kommt das Album schließlich in die Läden.
Seine Live-Band erhält derweil Zuwachs durch den Pianisten Tobias Philippen.
2010 entsteht das vierte „Bosse“-Album „Wartesaal“ innerhalb von nur 100 Tagen. Instrumental wird es durch Streicher und Trompeten ergänzt, weil er das noch nie gemacht hat. Prägend sind jedoch abermals seine Texte, ganz nach Axel Bosses Devise: „Worte brauchen manchmal Zeit, um präzise zu sein und verlieren dabei nicht zwingend ihren Wahrheitsgehalt.“
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